Veranstaltungsarchiv
Programm 2025
Mittwoch, 08. Januar 2025, 18 Uhr
Vortrag von Dr. Marian Bertz
Thomas von Fritsch
Ein Leipziger Buchhändlersohn als Retter Sachsens nach dem Siebenjährigen Krieg
Thomas von Fritsch zählt zu den bedeutendsten kursächsischen Staatsdienern des 18. Jahrhunderts. Der Sohn eines namhaften Leipziger Verlagsbuchhändlers machte nach einem Jurastudium schnell Karriere in der landesherrlichen Verwaltung und wurde in den Adelsstand erhoben. Als Sachsen 1762/63 aufgrund schwerer Kriegszerstörungen, jahrelanger preußischer Besatzung und erdrückender Schuldenlast nahezu handlungsunfähig war, konnte er in den Hubertusburger Friedensverhandlungen ein Ergebnis erzielen, das die Grundlage für das umfassende Reform- und Wiederaufbauprogramm der folgenden Jahr, legte. Als Verfasser zahlreicher Denkschriften, Leiter der Restaurationskommission, Landtagsteilnehmer und Minister spielte er bei dessen Konzeption und Umsetzung die entscheidende Rolle. Leipzig als der wirtschaftlich wichtigsten Stadt Sachsens kam dabei eine herausgehobene Stellung zu.
Stadtbibliothek Leipzig, Huldreich-Groß-Saal
Bild: Thomas von Fritsch; Gemälde von Anton Graff, 1772, gemeinfrei
Mittwoch, 05. Februar 2025, 18 Uhr
Vortrag von Steffi Böttger
Erich Ebermayer
Kindheit und Jugend in Leipzig 1910-1929
In seinen Erinnerungen schildert Erich Ebermayer (1900-1970) lebendig und pointiert wie in einem Roman seine Kindheit und Jugend am Ende der Kaiserzeit, seine Studienjahre und seine Anfänge als bald schon hochgeschätzter Schriftsteller und Rechtsanwalt in Leipzig. Der Sohn des berühmten Juristen am Leipziger Reichsgericht Ludwig Ebermayer, der als Oberreichsanwalt u. a. die Prozesse gegen die Kapp-Putschisten und gegen die Mörder von Walther Rathenau führte, war schon früh mit zentralen politischen Auseinandersetzungen vertraut und wählte selbst eine Laufbahn als Strafverteidiger. Zugleich gehörte er zu den vielbeachteten jungen Schriftstellern der Weimarer Republik und verkehrte in den Kreisen von Klaus Mann, Ernst Toller und Stefan Zweig. Für die Kulturgeschichte Leipzigs im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts zählen Ebermayers nun erstmals veröffentlichte Memoiren zum Besten, was jemals geschrieben worden ist.
Stadtbibliothek Leipzig, Grassi-Saal (EG)
Mittwoch, 05. März 2025, 17 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit Dr. Johanna Sänger
Zwischen Aufbruch und Abwicklung. Die 90er in Leipzig
1990 begann in Leipzig eine turbulente Zeit voller Freiräume und Herausforderungen. Nach der Friedlichen Revolution und dem Ende der DDR war vieles möglich: Technopartys, besetzte Häuser, medienwirksame Sportereignisse oder neue Festivals. Kultur wurde freier, Stadtpolitik demokratisch. Prall gefüllte Supermarktregale und Westautos gehörten nun zum Alltag – doch nicht für alle. Sehr viele Betriebe schlossen oder schrumpften. Gegen die neue Massenarbeitslosigkeit protestierten Tausende. Ein besseres Leben zog viele ins Umland oder in den Westen. Das Erbe der DDR wurde heiß diskutiert, von Stasiakten bis Paulinerkirche. Zugleich entstanden junge Unternehmen und Initiativen. Überall wurde geplant und gebaut: Neue Messe, Flughafen, Wohnungen, Neuseenland, neue Sportstätten. Menschen aus dem Westen und dem Ausland fanden in Leipzig ein neues Zuhause.
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Mittwoch, 02. April 2025, 18 Uhr
Vortrag von Dr. Christof Krieger
Leipzig seine Weinpatenschaften im Dritten Reich
Nie zuvor – und auch nie danach(!) – hat es in Deutschland eine gewaltigere Absatzaktion für die heimischen Winzer gegeben: Unter der eingängigen Parole „Wein ist Volksgetränk!“ entfaltete das NS-Regime eine groß angelegte Weinpropaganda, die das Trinken deutschen Rebensaftes als geradezu nationale Tat beschwor. Ab 1935 übernahmen annähernd 1.000 Städte vom Rheinland bis nach Hinterpommern besondere „Weinpatenschaften“ für einzelne Winzerorte, wobei im Rahmen eines im ganzen Reich stattfindenden „Festes der deutschen Traube und des Weines“ vom Parteiapparat der NSDAP allerorten volkstümliche Weinfeste und Umzüge organisiert worden waren.
Auch in Leipzig beteiligte man sich eifrig an dem staatlich verordneten einwöchigem Trinkgelage, wobei der sächsischen Messestadt u.a. die Weinbaugemeinden Thörnich an der Mosel wie auch Bad Kreuznach an der Nahe als „Patenkinder“ zugeteilt worden waren…
Stadtbibliothek, Grassi-Saal (EG)
Bild: Weinpatenschaften im Dritten Reich,
zur Verfügung gestellt von Dr. Christof Krieger
Samstag, 10. Mai
Exkursion mit Friedemann Meißner
Delitzsch Exkursion
Mit einer vollständig erhaltenen, mittelalterlichen Stadtmauer, dem barocken Schloss und dem Genossenschaftsmuseum gehört Delitzsch zweifelsohne zu den „hidden gems“ unter den sächsischen Kleinstädten. Im Rahmen einer kleinen Tagesexkursion werden wir gemeinsam die Stadt erkunden. Der Hauptfokus wird auf der spätgotischen Stadtkirche St. Peter und Paul liegen, deren Baugeschichte und Ausstattung Friedemann Meißner erläutern wird. Optional ließe sich noch ein Besuch im Schlossmuseum und/oder die Einkehr in der „Schlosswache“ anfügen.
Anreise individuell.
Der genaue Treffpunkt und die Uhrzeit werden hier noch bekannt gegeben.
Bild: Barockschloss Delitzsch – Winterbild, Isabell Aurin Miltschus/ Stadt Delitzsch, CC BY-SA 4.0
Mittwoch, 04. Juni 2025, 17 Uhr Mitgliederversammlung
Vortrag von Prof. Dr. Judith Miggelbrink (angefragt)
Geschichte und Zukunft des Instituts für Länderkunde?
Das IfL hat den Auftrag, gesellschaftlichen Wandel sichtbar zu machen und Wissen für nachhaltige und regional ausgewogene Entwicklung bereitzustellen. Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und einziges außeruniversitäres Forschungsinstitut für Geographie in Deutschland verbindet das Institut Grundlagenforschung und Wissenstransfer. Mit seinen rund 115 Beschäftigten forscht es unter der Überschrift „Geographien des Regionalen“ zu aktuellen sozialräumlichen Entwicklungen in Europa, insbesondere im östlichen Europa, und in Deutschland. Im Forschungsbereich Historische Geographien rekonstruiert das IfL die Evolution neuer Methoden und Denksysteme in der Geographie. Das Archiv für Geographie und die Geographische Zentralbibliothek im IfL sind dafür wichtige Forschungsinfrastrukturen.
Stadtbibliothek Leipzig,
Huldreich-Groß-Saal
Bild: Institut für Länderkunde, Quelle: homepage des Instituts
Mittwoch, 02. Juli 2025, 18 Uhr
Rundgang mit Daniela Neumann
Der Clara-Zetkin-Park - Eine historische Parkführung
Können Sie sich vorstellen, dass im Clara-Zetkin-Park einmal ein Theater gestanden hat? Und sogar das „Alte Rathaus“? Und die Wartburg und ein Hippodrom… Die Attraktionen der Sächsisch-Thüringischen Industrie- und Gewerbeausstellung von 1897 faszinieren bis heute. Es war die größte Leistungsschau, die Leipzig je erlebt hat. Der Rundgang entführt Sie in diese Vergangenheit. Entlang der historischen Wege und Teiche lässt sich die Ausstellung zurückverfolgen. Genießen Sie eine Zeitreise mit historischen Postkarten und Fotos.
Treffpunkt: Herzliya-Platz
(Parkbänke am Kreisverkehr)
Bild: Bundesarchiv, Bild 183-30259-0004 / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 183-30259-0004, Leipzig, Clara-Zetkin-Park, Spielplatz, CC BY-SA 3.0 DE
Mittwoch, 03. September 2025, 18 Uhr
Vortrag von Dr. Michael Ruprecht
Entstehung des 1. Sächsischen Altertumsvereins in Leipzig um 1820
Der Sächsische Verein für Erforschung vaterländischer Alterthümer, 1824 in Leipzig gegründet, gehört zu den frühen Initiativen im Bereich der Altertumsforschung. Seine Mitglieder einte ein neu erwachtes Interesse an der Erforschung der eigenen Kulturgeschichte, archäologischen Entdeckungen und kulturgeschichtlichen Fragestellungen. Einst weit vernetzt und einflussreich, ist der Verein heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Zum 200. Gründungsjubiläum gibt Dr. Michael Ruprecht, Direktor des Stadtarchivs Leipzig, spannende Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse zu den Anfängen der Altertumsforschung in Leipzig und die Rolle des Vereins in dieser Entwicklung.
Stadtarchiv – Wustmann-Saal
Bild: Karl August Böttiger, von Johann Friedrich August Tischbein
Mittwoch, 01. Oktober 2025, 18 Uhr
Vorträge von Elisabeth Guhr und Wolfgang Leyn
Das gastliche Gohlis
Bis ins 19. Jahrhundert war Gohlis bei den Leipziger Bürgern als Sommerquartier sehr beliebt. Seit alten Zeiten gab es im Ort zwei Schenken, die Wasserschenke und die Oberschenke. Beide waren, durch die Lage des Dörfchens am Rosental und nicht weit von Leipzig entfernt, gern besuchte Ausflugsziele. Auch die Sommergäste kehrten hier ein. Diesen Schenken, ihren Gästen und Wirten und ihrer Entwicklung im 19. Jahrhundert bis zu ihrem Niedergang durch die Industrialisierung und die Entwicklung vom Dorf zum Leipziger Stadtteil ist der erste Vortrag gewidmet. Im zweiten geht es um die Concordia-Festsäle, eins der fünf Tanzrestaurants in Gohlis, die es dort seit den 1880er Jahren gab. 1943-45 dienten die Concordia-Festsäle, hervorgegangen aus dem Neuen Gasthof, erst dem kriegszerstörten Alten Theater und dann dem Gewandhausorchester als Ausweichspielstätte, bevor das Gebäude wenige Tage vor Kriegsende selbst von Bomben getroffen wurde.
Stadtbibliothek Leipzig,
Huldreich-Groß-Saal
Bild: Historische Oberschänke, Stadtgeschichtliches Museum
Freitag 14. und Samstag 15. November
Tag der Stadtgeschichte – Wissenschaftliche Tagung
Leipzig - Stadt des Buches
Wir freuen uns, dass der Tag der Stadtgeschichte zum Thema „Leipzig – Stadt des Buches“ in der Universitätsbibliothek stattfinden kann.
Der Tag der Stadtgeschichte beginnt, wie üblich, am Freitag mit einem Eröffnungsvortrag und wird am Samstag fortgesetzt.
Der genaue Ablauf der einzelnen Vorträge wird später hier veröffentlicht.
Universitätsbibliothek
Bild: Das Buchhändlerhaus in der Hospitalstraße, um 1900
Mittwoch, 03. Dezember 2025, 18 Uhr
Vorstellung des Jahrbuchs 2025
Vorstellung des Jahrbuchs 2025 und gemeinsamer Jahresausklang
Wie auch in den letzten beiden Jahren möchte der Geschichtsverein das Jahrbauch 2025 bei einem gemeinsamen Jahresausklang vorstellen. Begleitet wird die Vorstellung wie immer von einem kurzen Einblick in den Inhalt durch die Redakteure.
Dieses Jahr sind wir im „Schrebers“ (Aachener Str. 7) zu Gast.
Bild: Jahrbuch 2024
Programm 2024
Mittwoch, 10. Januar 2024,
18 Uhr
Vortrag von Dr. Jens Klingner
Wer hat's geschrieben? Die sächsischen Stadtschreiber des Mittelalters
Unser Wissen über das Leben und den Alltag in der spätmittelalterlichen Stadt verdanken wir vor allem schriftlichen Quellen. Dazu zählen beispielsweise Urkunden, Briefe, Testamente, Amtsbücher oder auch Chroniken. Für deren Abfassung waren zumeist die Stadtschreiber verantwortlich. Ihr Aufgabenfeld reichte vom Aufsetzen der Dokumente über die juristische Beratung des Rates bis hin zur Repräsentation der Stadt bei auswärtigen Angelegenheiten. Dennoch wurden die sächsischen Stadtschreiber bisher nur wenig beachtet. An dieser Stelle setzt der Vortrag an und fragt, wer diese Schreiber eigentlich waren. Woher kamen und welche Ausbildung hatten sie? Welche Innovationen führten sie in die Verwaltung ein? Wie organisierten sie die sächsische Kanzlei und deren schriftliche Überlieferung? Der Vortrag wird aus einem aktuellen Forschungsprojekt des Institutes für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) berichten und lokale Beispiele aufgreifen.
Stadtbibliothek Leipzig, Huldreich-Groß-Saal
Bild: Schrift aus dem Mittelalter, Sächsisches Staatsarchiv Leipzig
Mittwoch, 14. Februar 2024,
18 Uhr
Vortrag von Tobias Knauf
100 Jahre MIRAG
Es begann im Johannishospital. Zu den ersten Jahren der 100jährigen MIRAG, Deutschlands zweitältester Rundfunkstation
Im Johannishospital befanden sich vor allem die Übertragungseinrichtungen. Die Senderäume waren dagegen vorerst hauptsächlich in der Alten Waage zu finden.
Die Mitteldeutsche Rundfunk AG strahlte seit 1924 öffentliche Hörfunk-Sendungen aus. Sie folgte damit der Funk-Stunde Berlin, die Ende Oktober 1923 erstmals ein öffentliches Programm ausstrahlte.
Waren es 1924 gerade mal vier Sendestunden, steigerte sich das tägliche Angebot auf mehr als einen halben Tag. Vielen Sendungen merkte man noch an, dass erst einmal Erfahrungen gesammelt werden mussten, auf welche Weise mit Hilfe eines Hörfunks Informationen zu den Hörern transportiert werden konnten. Manche Versuche wirken heute auf uns etwas kurios.
Katholische Propstei St. Trinitatis,
Gemeindesaal
Bild: Titelblatt einer der ersten Ausgaben der „MIRAG Mitteldeutsche Rundfunkzeitung“
Mittwoch, 06. März 2024,
18 Uhr
Führung mit Dr. Hans-Jochen Marquardt
Das Reclam Museum
Die Präsenzbibliothek umfasst ca. 10.000 Hefte der Universal-Bibliothek sowohl der Leipziger als auch der Stuttgarter Produktion von 1867 bis heute. Die Dauerausstellung bietet einen Überblick über die Vorgeschichte und die Geschichte der Universal-Bibliothek von ihren Anfängen bis zur Gegenwart.
Besondere Exponate sind unter anderem der berühmte Reclam-Bücherautomat und „Reclams Automaten-Bücher“, tragbare Feldbüchereien aus dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg, sogenannte Tarnschriften (Antikriegsschriften, illegal getarnt im Reclam-Umschlag), Reclams Wochenend-Bücherei in tropensicherer Blechkassette, Lehrtafeln des Verlags von 1926 zur technischen Herstellung der Reclam-Bücher, Autographe von Ernst Reclam, Heinrich Reclam und Thomas Mann und die handschriftliche Druckfreigabe von Hermann Hesse auf den Druckfahnen seiner Erzählung „In der alten Sonne“.
Reclam Museum
Kreuzstraße 12
Bild: Reclam Bücherautomat
Freitag, 22. März 2024,
19 Uhr
Buchvorstellung Katja Lux & Jacqueline Bräunlich
Jugendstil in Greiz
Der reich illustrierte Band gehört zu den Buchmesse-Neuerscheinungen des Passage Verlages Leipzig. Er wird vorgestellt von den Autorinnen Katja Lux & Jacqueline Bräunlich. Greiz, einst Residenz von Deutschlands kleinstem Fürstentum, gehört wie Barcelona, Brüssel, Paris, Wien, Budapest oder Riga zum Netzwerk europäischer Jugendstilstädte. Grund für die herausragende Stellung der Stadt war deren kulturelle und wirtschaftliche Stärke an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Nach über einhundert Jahren haben die Gebäude des Jugendstils ihre ganz spezifische Ausstrahlung bewahrt. Vortrag und Gespräch sind Bestandteil der „Begegnungen im Möbius-Haus“, organisiert von Arbeitskreis Gohliser Geschichte. Für August ist eine Exkursion nach Greiz geplant.
Möbius-Haus
Georg-Schumann-Str. 126
Bild: Greiz, Marktstraße 12 – 14, Foto: Katja Lux
Mittwoch, 03. April 2024,
18 Uhr
Vortrag von Hella Gormsen
Peter Dybwad und Ludwig Hoffmann
Nach Abschluss ihres Studiums planten die Freunde Ludwig Hoffmann und Peter Dybwad eine längere Italienreise. Während eines Zwischenstopps erfuhren sie von der Ausschreibung des Wettbewerbs für das Reichsgericht. Obwohl beide keine Erfahrungen hatten, beteiligten sie sich und belegten zu ihrer Überraschung den 1. Preis. Zehn Jahre arbeiteten sie gemeinsam an diesem Bau. Nach der Eröffnung gingen die Freunde getrennte Wege: Hoffmann war von 1896 bis 1924 Stadtbaurat in Berlin, während Dybwad sich als privater Architekt in Leipzig niederließ. Sie blieben ihr Leben lang verbunden, denn Dybwad heiratete die Zwillingsschwester von Hoffmanns Frau. Die Zwillingsschwestern Marie und Susanne (geb. Weisbach) waren nach der Naziideologie „Volljüdinnen“, obwohl sie bereits mit 18 Jahren zum Christentum übergetreten sind. Weder Dybwad noch Hoffmann haben die Folgen der nationalsozialistischen Rassengesetze für ihre Familien durchleben müssen. Der Vortrag geht auch auf das Schicksal ihrer Kinder ein.
Stadtbibliothek
Huldreich-Groß-Saal
Bild: Hoffmann und Dybwad 1885
Mittwoch, 08. Mai 2024,
18 Uhr
Vortrag von Andreas Schneider
Der verschwundene Bürgermeister
Hermann Adolf Klinger und der Ausgang der Revolution 1848-49
„Unser bisheriger Bürgermeister Klinger hat der Stadt den Gefallen gethan abzudanken und sich unsichtbar zu machen.“ So abschätzig urteilte der Leipziger Berichterstatter der überregional bedeutsamen „Deutschen Zeitung“ am 10. Mai 1849.
Leider ist dies Klinger bis heute geblieben: „unsichtbar“. Das ist auch ganz wörtlich zu verstehen: Nicht einmal ein Bildnis ist nach bisheriger Kenntnis von ihm überliefert. Mehr noch: Nichts erinnert mehr in Leipzig im öffentlichen Raum an seine kurze, aber bewegte Amtszeit, in der auch in und für Leipzig wichtige Entscheidungen fielen
Stadtbibliothek Leipzig,
Huldreich-Groß-Saal
Bild: Fackelzug Klinger 19 4 1848 SGM 1848_49_129_40 Nr7
Donnerstag, 06. Juni 2024,
18 Uhr
Vortrag von Eberhard Spree
Anna Magdalena Bach
– eine Witwe in Not und Elend?
Dass Anna Magdalena Bach nach dem Tod ihres Mannes sofort in Elend und finanzielle Not geriet und schließlich einsam und verlassen starb, ist ein weit verbreitetes Bild. Bei seinen Forschungen über einen Bergwerksanteil, den Johann Sebastian Bach besaß, stieß Eberhard Spree aber auf Dokumente, die dieser Vorstellung entgegenstehen. Diesen neuen Ansatz verfolgend fand er eine Vielzahl weiterer Hinweise, die belegen, dass Anna Magdalena Bach nach dem Tod ihres Mannes nicht „auf den Taler schauen musste“. Natürlich hatte sein Tod eine große Auswirkung auf ihr weiteres Leben. Aber sie gestaltete es auch als Witwe aktiv, übernahm Verantwortung und hatte bis zu ihrem Tod Kontakte, die sie auch pflegte.
Stadtbibliothek Leipzig,
Huldreich-Groß-Saal
Bild: BWV 210a Sopranstimme 10. Satz Ausschnitt
Mittwoch, 03. Juli 2024,
18 Uhr
Rundgang mit Daniela Neumann
"Man verlebt hier eine gute Zeit"
– ein historischer Rundgang durch den Leipziger Palmengarten
Der Leipziger Palmengarten war um 1900 ein beliebtes Ausflugsziel. Er zog mit seinen Restaurants und Vergnügungen täglich Tausende Besucher an. Wie sah der Palmengarten damals aus? Hat es dort wirklich Palmen gegeben? Warum steht das „Gesellschaftshaus“ nicht mehr? Welche Zeugnisse der Vergangenheit sind heute noch im Park zu finden? Sie werden es erfahren…
Kommen Sie mit auf Entdeckungstour durch den Leipziger Palmengarten. Alte Postkarten und Fotos holen die Zeit zurück.
Treffpunkt: Capa-Haus,
Jahnallee 61
Bild: Ausschnitt einer Postkarte, Sammlung D. Neumann
Mittwoch, 04. September 2024, 17 Uhr
Mitliederversammlung
Vortrag von Jürgen Schlimper
Auf dem Weg zur täglich erscheinenden Zeitung.
– Die frühe Leipziger Presse nach der ersten Breitenfelder Schlacht 1631
Direkt im Anschluss an die Mitgliederversammlung findet der Vortrag von Jürgen Schlimper am selben Ort statt.
Stadtbibliothek Leipzig,
Huldreich-Groß-Saal
Bild: Eikommenden Zeitungen, Quelle: Stadtarchiv Leipzig
Freitag, 6. bis Sonntag,
8. September
Vortrag, Verkaufsausstellung und Spaziergang von Constanze Arndt
Ornamente mit Adresse und Geschichte
Seit 1990 restauriert Constanze Arndt in Leipzig historische Treppenhäuser und Wohnräume. Sie trug 1.500 Muster von Schablonenmalereien an Wänden und Decken zusammen, aus Spätklassizismus, Gründerzeit, Jugendstil, Art déco. Darüber spricht sie in ihrem Vortrag am 6. September um 18 Uhr.
In einer Verkaufsausstellung bietet sie dort am 7. September ab 16 Uhr und 08. September ab 13:00 Uhr Textilien mit aufgedruckten Jugendstil-Ornamenten an.
Am Sonntag haben auch zwei neue Tafeln der Paul-Möbius-Ausstellung, zu den Villen in Leutsch und den Grabmalen die er entworfen hat, Premiere. Zu sehen sind an diesem Tag außerdem die Original-Entwurfszeichnungen zweier Möbius-Villen. Am Sonntag um 15 Uhr lädt der Arbeitskreis Gohliser Geschichte zum Spaziergang zu Wohnhäuser aus der Zeit um 1900, vor allem solche von Paul Möbius.
Infozentrum Georg-Schumann-Straße 126. Anfahrt: Linie 10, 11 und 80 bis Wiederitzscher Straße.
Bild: Teilrestauriertes Schablonenmuster im Haus Schorlemmerstraße 1 (Bild: Constanze Arndt)
Mittwoch, 02. Oktober 2024,
18 Uhr
Vortrag von Dörthe Schimke
Stets zu Diensten.
Häusliches Dienst-personal in Leipzig im 19. Jahrhundert
Wer etwas auf sich hielt und es sich leisten konnte, der beschäftigte im 19. Jahrhundert ein Dienstmädchen, eine Köchin, ein Kindermädchen oder einen Kutscher. Um anderen Menschen zu dienen, ihren Haushalt und ihre Kinder zu versorgen, strömten insbesondere junge, unverheiratete Frauen zu Tausenden nach Leipzig. Das repressive Gesinderecht, das den gesetzlichen Rahmen für den häuslichen Dienst bot, aber auch das Zusammenleben von Herrschaft und Personal unter einem Dach sorgten im Alltag für einigen sozialen Sprengstoff. Nichtsdestotrotz gab es in der Messestadt auch Menschen, die sich aus verschiedenen Gründen der Dienstmädchen annahmen. Der Vortrag blickt am Beispiel Leipzigs auf die Arbeits- und Lebenswelt dieser Erwerbsgruppe.
Stadtbibliothek Leipzig,
Huldreich-Groß-Saal
Bild: Dienstmädchen in Leipzig, Fotografie, Leipzig (um 1900), Nachweis: Privatbesitz Dörthe Schimke
Mittwoch, 04. Dezember 2024,
18 Uhr
Vorstellung des Jahrbuchs 2024
Vorstellung des Jahrbuchs 2024 und gemeinsamer Jahresausklang
Wie auch im letzten Jahr möchte der Geschichtsverein das Jahrbauch 2024 bei einem gemeinsamen Jahresausklang vorstellen. Begleitet wird die Vorstellung wie immer von einem kurzen Einblick in den Inhalt durch die Redakteure.
Apel’s Garten
Bild: Jahrbuch 2023
Programm 2023
Mittwoch, 11. Januar 2023,
18 Uhr
Vortrag Dr. Thekla Kluttig
Das Verlagsarchiv von C. F. Peters, Leipzig. Und was man daraus machen kann.
Leipzig ist eine Stadt der Musik – und dies schon seit Jahrhunderten. Einen erheblichen Anteil daran hatten die Musikverlage, die hier tätig waren und es teilweise bis heute sind. Archivgut dieser Verlage befindet sich im Sächsischen Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig. Es verwahrt die quantitativ wie qualitativ bedeutendste Überlieferung von Musikverlagen aus dem 19. und 20. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum. Das Verlagsarchiv der heutigen Edition Peters Group umfasst Korrespondenz mit Komponisten, Musikern und „Dilettanten“ im In- und Ausland, Musikalien vom autographen Manuskript über Stichvorlagen und Korrekturabzüge, Geschäftsunterlagen zu Herstellung, Vertrieb und Rechteverwertung. Die Referentin ist Leiterin des Staatsarchivs Leipzig. In ihrem Vortrag stellt sie das Verlagsarchiv und den aktuellen Stand seiner öffentlichen Zugänglichkeit, Stichwort Digitalisierung, vor.
Stadtbibliothek Leipzig, Huldreich-Groß-Saal
Bild: Auszug aus dem Druckbuch, Sächsisches Staatsarchiv Leipzig
Mittwoch, 08. Februar 2023,
17 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung mit Kuratorin Kerstin Sieblist
Hakenkreuz und Notenschlüssel. Die Musikstadt Leipzig im Nationalsozialismus.
Leipzig hat durch seine reiche Musiktradition eine außergewöhnliche Stellung im deutschen Musikleben. Aber Musik ist – aus nationalsozialistischer Perspektive – auch Politik und Propaganda. Kaum an die Macht gekommen, begann unter Hitlers NS-Regime die systematische Gleichschaltung des musikalischen Lebens in der Stadt
Die Sonderausstellung ist die erste Schau in Leipzig, die sich mit diesem Thema umfassend beschäftigt. Anhand von Erinnerungsstücken, Fotos, Zeitungsartikeln, überlieferten Zeitzeugengeschichten und historischen Tondokumenten wird dargestellt, wie sich das musikalische Leben seit 1933 gestaltete – und wo es verstummte. Jenseits der neun Ausstellungskapitel werden neun besondere Menschen der damaligen Musikszene anhand ihrer Lebenswege oder Karrieren vorgestellt.
Stadtgeschichtliches Museum,
Haus Böttchergäßchen
Bild: Volksempfänger, anonym, Ve301w, CC BY-SA 3.0
Mittwoch, 08. März 2023,
18 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Arnold Bartetzky
Das ungebaute Leipzig.
Projekte, Visionen, Luftschlösser
Die Architekturgeschichte Leipzigs steckt voller unrealisiert gebliebener Bauprojekte, verhinderter Entwürfe und städtebaulicher Ideen, allzu kühner Visionen und mitunter auch Luftschlösser, die zwischen dem 18. Jahrhundert und der Gegenwart Architekten, Planer, Politiker und Investoren beschäftigt haben. Ob kurfürstliches Lustschloss im Rosental oder großstädtische Quartiere auf den Frankfurter Wiesen, Wolkenkratzerentwürfe oder ein Flughafen über dem Hauptbahnhof, gescheiterte Großprojekte des Dritten Reiches und der DDR oder realitätsfremde Investorenträume und Olympiapläne der Nachwendezeit – der Vortrag über das ungebaute Leipzig erweist sich als Entdeckungsreise ins Land der kreativen Fantasie.
Stadtbibliothek Leipzig,
Huldreich-Groß-Saal
Bild: Messeturm am Hauptbahnhof Entwurfsverfasser Dipl.Ing. Heimo-vici
Mittwoch, 12. April 2023,
18 Uhr
Vortrag von Dr. Eberhard Spree
Anna Magdalena Bach oder Johann Sebastian Bach privat
Das Bild von Anna Magdalena Bach, der Ehefrau Johann Sebastian Bachs, ist meist von Vorstellungen geprägt, in denen wenige Fakten mit viel Phantasie ergänzt werden. Ihr Ehemann hatte vier Kinder in die Ehe mitgebracht und sie brachte dreizehn Kinder zur Welt. Das Leben einer solchen Frau muss sich ja mit dem Kochen für die große Familie, der Versorgung der Kinder, dem Reinigen der Wohnung und dem Waschen der Wäsche erschöpft haben … und dann kopierte sie in der Nacht noch Noten. Es gibt aber viele Hinweise, dass ein solches Bild auf sie nicht zutrifft, worum es in diesem Vortrag gehen wird. (Da viele Ausführungen auch das Leben ihres Mannes betreffen werden, ist der ergänzende Titel durchaus zutreffend.)
Bach-Archiv,
Thomaskirchhof 15/16
Bild: Johann Sebastian Bach, Porträt von Elias Gottlob Haussmann QS:P170,Q659736, als gemeinfrei gekennzeichnet
Mittwoch, 03. Mai 2023,
18 Uhr
Vortrag von Dr. Katrin Löffler
Leipzigs alter jüdischer Friedhof im Johannistal
1937 wurde der älteste jüdische Friedhof von Leipzig zwangsweise eingeebnet – ein unersetzbarer kultureller und stadtgeschichtlicher Verlust. Nur siebzehn Grabsteine blieben erhalten; seitdem befinden sie sich auf dem Neuen Israelitischen Friedhof. Der weitgehend vergessene Friedhof bezeugt eindrücklich, wie spezifisch und einzigartig die Geschichte der Leipziger Juden durch die Messe geprägt war. Er entstand 1814 auf Initiative von Messjuden aus dem galizischen Brody, lange bevor sich in Leipzig eine jüdische Gemeinde gründen durfte. Die meisten der bis 1864 hier bestatteten Personen stammten aus dem ost- und südosteuropäischen Raum von Wilna bis Shklow und Jassy, sie kamen aber auch als Messebesucher aus Amsterdam, Birmingham oder Paris.
Stadtbibliothek Leipzig,
Huldreich-Groß-Saal
Bild: Alter jüdischer Friedhof im Johannistal
Mittwoch, 07. Juni 2023,
18 Uhr
Vortrag von Uwe Winkler
Albert Henry Payne
– Stahlstecher, Verleger und Erfinder in Leipzig
Albert Henry Payne wurde 1812 in London geboren. Als er 1838 mit seiner Familie in Leipzig ankam, gehörte er bereits zu den besten Stahlstechern Englands. Mit seinem Freund, dem Kupferstecher und Buchhändler Ephraim Tipton Brain gründete er als stiller Gesellschafter 1838 die Englische Kunst-Anstalt. Als erstes großes grafisches Werk erschien schon bald »Payne’s Unviversum«, sicherlich angelehnt an »Meyer’s Universum«, dennoch mit eigener Note. Waren die 1840er Jahre von grafischen Buchveröffentlichungen geprägt, so rückten im folgenden Jahrzehnt insbesondere auch periodische Publikationen in den Mittelpunkt des Verlagsgeschäfts, so Payne’s »Illustrirtes Familien-Journal«, mit dem er gemeinsam mit Ernst Keil von Leipzig aus die Familienpresse begründete. Sein verlegerisches Werk und sein Wirken in Leipzig blieben bislang in Leipzig unterbelichtet.
Stadtbibliothek Leipzig,
Huldreich-Groß-Saal
Bild: Leipzig Stadtansicht von Albert Henr Payne , als gemeinfrei gekennzeichnet
Mittwoch, 12. Juli 2023,
17 Uhr
Führung durch Bettina Weil (Intern. Hanns-Eisler-Gesellschaft e.V.)
Hanns Eisler
– Studioausstellung aus Anlass des 125. Geburtstags
Die Internationale Hanns Eisler Gesellschaft (IHEG) wurde am 21. Mai 1994 in Berlin gegründet. Sie widmet ihre Arbeit der Erforschung und weiteren Verbreitung der Werke Hanns Eislers. Die Person Hanns Eislers eignet sich in geradezu idealer Weise als Identifikationsfigur, spiegelt sein zerrissenes Leben doch die ideologischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts: Als Vertreter der „Zweiten Wiener Schule“ gehörte Eisler zu den bedeutenden Wegbereitern zeitgenössischer Musik. Als Kommunist kämpfte er mit künstlerischen Mitteln gegen den Nationalsozialismus. Als Jude musste er in die USA emigrieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er – 1948 formell aus der USA ausgewiesen – in ein Europa zurück, das erst wieder zu Freiheit und Menschlichkeit zurückfinden musste.
Stadtgeschichtliches Museum,
Haus Böttchergäßchen
Bild: Hanns Eisler 1940, von C. M. Stieglitz, als gemeinfrei gekennzeichnet
Mittwoch, 06. September 2023,
17 Uhr
Mitliederversammlung mit Wahl,
Vortrag von Marcus Korzer
Die Stadt wird dichter
– die wohnungsbauliche Entwicklung Leipzigs in einer Dekade des stetigen Wachstums 2010 – 2019.
Nach einer Phase der Schrumpfung, die von Anfang der 90er Jahre fast zwanzig Jahre andauerte, folgte in Leipzig ein ungeahntes Bevölkerungswachstum. Die zeitweise am schnellsten wachsende Stadt Deutschlands wuchs nun vor allem im Inneren. Baulücken verschwanden, ehemalige Fabrikgelände, Bahnanlagen und Kasernen wurden zu Wohnraum umgenutzt. Gleichzeitig kommt es zum Verlust von Grünraum. Befeuert wird der Aufschwung durch preiswertes Bauland und niedrige Zinsen. In der Folge sorgt der Bauboom jedoch für steigende Grundstückspreise und schon bald übersteigen die Verkaufspreise die erwartbaren Einnahmen über die Mieten. Doch in nur in wenigen Fällen wird ein Beitrag zur Leipziger Baukultur geleistet. Oft haben deshalb eher kleine Projekte von Genossenschaften oder Baugruppen Leuchtturmcharakter.
Stadtbibliothek Leipzig,
Huldreich-Groß-Saal
Bild: Lindenauer Hafen von Marcus Korzer
Sonntag, 10. September 2023,
16 Uhr
Ausstellungseröffnung
Paul Möbius
– Seine Jugendstilhäuser in Leipzig-Gohlis
Leipzigs wichtigster Jugendstilarchitekt Paul Möbius (1866-1907) erhält am Tag des offenen Denkmals eine Dauerausstellung. Untergebracht ist sie im Wohn- und Geschäftshaus Georg-Schumann-Str. 126, das Möbius 1901 entwarf. In seiner unverwechselbaren Formensprache gestaltete er rund 30 Bauwerke, Wohn- und Geschäftshäuser, Villen, einen spektakulären Ausstellungspavillon, mehrere Grabmale. „Paul Möbius besaß vielleicht unter allen Leipziger Architekten den größten Sondergeschmack, die bedeutsamste Eigenart, die individuellste Note.“ (Julius Zeitler, 1908). Realisiert wurde die Ausstellung vom Arbeitskreis Gohliser Geschichte gemeinsam mit dem Denkmalpfleger und Möbius-Experten Dr. Krieg-von Hößlin. An die Eröffnung um 16 Uhr schließt sich um 17 Uhr ein Spaziergang zu den fünf Gohliser Möbius-Häusern an.
Erreichbar über die Straßenbahnlinien 10 und 11 bzw. Bus 90 bis Wiederitzscher Straße
Georg-Schumann-Str. 126,
04155 Leipzig
Bild: Dr. Stefan Krieg-von Hößlin
Mittwoch, 04. Oktober 2023,
18 Uhr
Vortrag von Dr. Alexander Sembdner
Die Leipziger Teilung 1485
Die Leipziger Teilung vom 11. November 1485 war eine der folgenreichsten Zäsuren der sächsischen Geschichte. Mit der Aufteilung der gesamtwettinischen Herrschaften zwischen Kurfürst Ernst (1441-1486) und Herzog Albrecht (1443-1500) von Sachsen wurden nicht nur neue territoriale Strukturen von langer Dauer geschaffen, sondern auch die Familie der Wettiner dauerhaft in Ernestiner und Albertiner getrennt. Während die ältere Forschung einhellig den Daumen über die vermeintlich ‚verhängnisvolle‘ Leipziger Teilung senkte, will der Vortrag die Vorgänge von 1485 in den allgemeinen politischen, rechtlichen und kulturellen Kontext des späten Mittelalters einbetten. In vergleichender Perspektive sollen so Bedeutungen, Funktionen und Implikationen das verfassungsgeschichtlich bedeutsamen Phänomens der spätmittelalterlichen Landesteilungen beleuchtet werden.
Stadtbibliothek Leipzig,
Huldreich-Groß-Saal
Bild: Eike von Repgow, Sachsenspiegel, Landrecht III § 1 & 2, Heidelberg, Cod. Pal. germ. 164, fol. 16r, Publich Domain
Mittwoch, 01. November 2023,
18 Uhr
Vortrag von Dr. Ralf Zerback
Robert Blum und die Revolution von 1848/49
Zum 175. Jahrestag seiner Hinrichtung am 9. November 1848. In Robert Blums Leben und Tod spiegeln sich die Hoffnungen und Niederlagen einer ganzen Epoche. Der Aufstieg vom arbeitslosen Handwerksgesellen zu einem der einflußreichsten Politiker der Revolution von 1848 hat schon die Zeitgenossen außer Atem gesetzt. Seine Hinrichtung am 9. November 1848 schockierte das ganze Land und machte Blum endgültig zum Mythos. Es ist der einzige schwarz-rot-goldene Mythos, den die deutsche Geschichte bereithält.
Stadtbibliothek Leipzig,
Huldreich-Groß-Saal
Bild: Porträt von Robert Blum von August Hunger, als gemeinfrei gekennzeichnet
Donnerstag, 2. November 2023,
18 Uhr
Arbeitskreis Gohliser Geschichte
Historische Handschwengelpumpen in Leipzig
– Finissage der Ausstellung in der Volkshochschule
Ab 1860 ließ Leipzig die gusseisernen Gehäuse öffentlicher Wasserpumpen künstlerisch gestalten. Geschichte, Design und Perspektiven der technischen Denkmale beleuchtet der Arbeitskreis Gohliser Geschichte in seiner Ausstellung, die bis zum 3. November in der Volkshochschule zu sehen ist.
Zur Finissage am 2. November gibt es zwei Vorträge: Quentin Kügler von der Initiative LEIPZIG GIESST spricht über „Handschwengelpumpen – Wasserspender für dürstende Stadtbäume?“. Unter dem Motto Neue Pumpen braucht die Stadt“ stellt Florian Tuczek den Gestaltungswettbewerb für ein schönes, wirtschaftlich herstellbares Leipziger Pumpengehäuse des 21. Jahrhunderts vor.
Volkshochschule Leipzig, Löhrstraße 3-7
Bild: Leipzigs historische Handschwengelpumpen, Grafik: Marcus Korzer
Freitag, 17. November/
Samstag 18. November 2023
Tag der Stadtgeschichte 2023
Leipzig - Stadt des Rechts
– Wissenschaftliche Tagung: in Zusammenarbeit mit der Juristenfakultät der Universität Leipzig
Freitag – Treffpunkt Altes Rathaus:
-
16:00 – 17:30 Henner Kotte: Stadtrundgang „Das kriminelle Leipzig“
Freitag – Altes Börse:
- 18:00 – 18:30 Eröffnung und Grußworte
- 18:30 – 19:30 Eröffnungsvortrag
Samstag:
- 9:00 – 10:30 Vorträge 1 und 2
- 11:00 – 12:30 Vorträge 3 und 4
- 14:00 – 15:30 Vorträge 5 und 6
- 16:00 – 17:30 Vorträge 7 und 8
- 16:00 – 17:30 Schlussdiskussion
Stadtrundgang am Freitag: Altes Rathaus Vorträge/ Tagung: Alte Börse Programm als PDF zum Download
Bild: Bundesverwaltungsgericht am Mendelssohnufer Foto von Marcus Korzer
Dienstag, 05. Dezember 2023,
18 Uhr
Vortrag des AK Gohliser Geschichte
Historische Wasserpumpen - technische Denkmale und Schmuck fürs Stadtbild
Wie nur wenige andere Städte in Deutschland ließ Leipzig die gusseisernen Gehäuse öffentlicher Handschwengelpumpen künstlerisch gestalten. Reichlich 50 dieser Pumpen blieben erhalten. Die Autoren der Ausstellung sprechen am 5. Dezember über folgende Themen:
Wolfgang Leyn, Journalist: Brunnen und Pumpen – zur Geschichte der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Leipzig seit dem 16. Jahrhundert
Marcus Korzer, Architekt und Architekturkritiker: Gotik, Delphin und Großer Löwe – zur künstlerischen Gestaltung der gusseisernen Pumpengehäuse in Leipzig
Ursula Hein, Historikerin: Lauchhammerpumpe und Notwasserbrunnen – Handschwengelpumpen in Berlin und anderswo.
Wiener-Bau der HTWK
Wächterstraße 13, Raum W011
Bild: Leipzigs historische Handschwengelpumpen, Grafik: Marcus Korzer
Mittwoch, 06. Dezember 2023,
18 Uhr
Präsentation des Jahrbuchs 2023
und gemeinsamer Jahresausklang (Selbstzahler)
Präsentation des neuen Jahrbuches mit anschließendem Beisammensein in Apel’s Garten.
Apel’s Garten
Bild: Jahrbuch 2023, Symbolbild
Programm 2022
Mittwoch, 12. Januar 2022,
18 Uhr
Vortrag von Martin Munke
Digitale Landesgeschichte in/für Sachsen.
– Herausforderungen und Perspektiven am Beispiel von Angeboten der SLUB Dresden
Ehrenamtliches Engagement steht im 21. Jahrhundert vor grundsätzlich neuen Herausforderungen. Insbesondere im Bereich der Hobby-Geschichtsforschung kann das Angebot und Handling digitaler Angebote unübersichtlich und überfordernd sein. Martin Munke (SLUB Dresden) wird im Rahmen einer Online-Veranstaltung über das Forschungsportal „Saxorum“ und andere Vernetzungsmöglichkeiten für Historiker/innen aufklären, die insbesondere für die Geschichtsforschung in Sachsen und somit auch für viele unserer Mitglieder des Geschichtsvereins von Interesse sein dürften.
Zoom-Meeting beitreten
Meeting-ID: 652 1638 7288
Kenncode: 838034
Mittwoch, 2. März 2022,
18 Uhr
Wolfgang Leyn, Szene-Chronist, und Jürgen B. Wolff, Musiker, Zeitzeuge
Leipzig als "Folk-Hauptstadt" der DDR
Rund 120 Bands gehörten in den 80er Jahren zur Folkszene der DDR. Ihren „Urknall“ erlebte sie 1976 in Leipzig. Zur ersten DDR-weiten Folkwerkstatt lud die Gruppe Folkländer mehrere Bands in den Studentenklub „Grafikkeller“ ein. 1980-1984 wurden in Leipzig die zentralen DDR-Musikfolklorewerk-stätten ausgerichtet. Ab 1984 erschien das „Leipziger Folksblatt“. Seit 1986 findet in Leipzig jährlich das internationale Tanzhausfest statt. Leipziger spielen seit 1991 eine wichtige Rolle beim Festival in Rudolstadt, dem größten Folkfestival in Deutschland.
Der Journalist Wolfgang Leyn veröffentlichte 2016 die erste umfassende Kulturgeschichte der DDR-Folkszene. Der Grafiker, Autor und Folkmusiker Jürgen B. Wolff, bereichert den Vortrag musikalisch und mit Erinnerungen an die „Folk-Hauptstadt“.
Weitere Informationen
Stadtbibliothek Leipzig, Oberlichtsaal
es gilt 2G+ bitte anmelden unter:
vorstand@leipziger-geschichtsverein.de
Folk-Session mit Musikern aus Berlin und Leipzig im Studentenklub „Grafikkeller“, Januar 1978. Auf dem Foto: Wolfgang Leyn, daneben mit Gitarre Jürgen B. Wolff, Fotograf: Harald Mohr
Mittwoch, 6. April 2022,
18 Uhr
Vortrag von Jasmin Trinks (TU Chemnitz)
Für den Totalen Frieden - gegen die Naziherrschaft
Der Kampf kommunistischer Widerstandskämpfer in Leipzig zwischen Zukunftsvisionen und Niedergang.
Leipziger dürften mit dem kommunistischen Widerstand während der NS-Zeit in ihrer Heimatstadt vor allem über die stark ideologisierte Erinnerungskultur in der DDR sowie über die noch heute vorhandenen Straßennamen bekannter Leipziger Magistralen vertraut sein. Aber wer waren eigentlich Georg Schumann, Georg Schwarz, Karl Jungbluth oder Kurt Kresse? Wie konnten sich die einzelnen Personen und Gruppen trotz enormer Repressalien untereinander vernetzen, wie ausgeprägt waren überregionale und internationale Kontakte und welche Rolle spielte die Stadt Leipzig innerhalb dieses Netzwerks?
Stadtbibliothek Leipzig, Huldreich-Groß-Saal
Bild: Georg Schumann, Foto: Arbeiter Illustrierte Zeitung Nr.20/1928, S.9
Mittwoch, 4. Mai 2022,
18 Uhr
Vortrag von Dr. Mark Lehmstedt (Lehmstedt Verlag)
Wäre ich nicht in ein Meer von Korrespondenz versenkt
Die Edition der Briefe von Christian Felix Weiße.
Christian Felix Weiße (1726-1804) hat sein Leben gewissermaßen mit der Feder in der Hand verbracht. Der Mitbegründer der deutschen Oper sowie der deutschen Kinder- und Jugendliteratur war als Lyriker, Dramatiker und Librettist sowie als Zeitschriftenherausgeber, Kritiker und Übersetzer ungemein produktiv. Zugleich war Weiße bestens in der Gelehrtenrepublik seiner Zeit vernetzt und führte einen halb Europa umspannenden Briefwechsel. Von seinen 25.000 oder mehr Briefen sind heute nur noch gut 600 auffindbar. Mit ihrer Edition wird einer der bedeutendsten Akteure und Vermittler des literarischen Lebens im Zeitalter der Aufklärung wieder sichtbar. Für das Verständnis der zentralen Rolle Leipzigs in der deutschen Kulturgeschichte sind Weißes Briefe von hervorragender Bedeutung.
Stadtbibliothek Leipzig, Huldreich-Groß-Saal
Bild: Christian Felix Weiße, Maler: Anton Graff QS:P170,Q310213, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Samstag, 7. Mai 2022,
16 Uhr
Spaziergang mit Stadtbezirks- konservator Dr. Krieg von Hößlin
Spazieren auf den Spuren des Architekten Fritz Riemann
„Gemeinsam die Stadt im Gehen erkunden“, lautet das Motto der „Jane’s Walks“, die Anfang Mai überall in der Welt stattfinden. In diesem Rahmen lädt der Arbeitskreis Gohliser Geschichte zum Spaziergang mit Stadtbezirkskonservator Dr. Stefan W. Krieg-von Hößlin auf den Spuren von Fritz Riemann (1881-1955). Der bedeutendste private Architekt der 20er und 30er Jahre in Leipzig entwarf zahlreiche Siedlungen und Wohnanlagen, mehrere davon in Gohlis. Der Spaziergang beginnt am 2018 durch die VLW restaurierten Riemann-Quartier, Renkwitzstraße 12, und führt zu jenem Platz, der seit Juli 2021 auf Vorschlag des Bürgervereins Riemanns Namen trägt. Kontakt: Wolfgang Leyn, arbeitskreis-gohliser-geschichte@gmx.de
Treffpunkt: Renkwitzstraße 12
Foto: Riemannquartier (Ausgangspunkt des Spaziergangs), Fotograf: Marcus Korzer
Samstag 28. Mai, ab 14 Uhr,
Sonntag, 29. Mai, ab 13 Uhr
Themen-Wochenende im Gohliser Schlösschen
Leipzigs barocke Bürgergärten
Vor 250 Jahren war Leipzig berühmt für die prächtigen Gärten wohlhabender Bürger. Fast alle fielen im 19. Jahrhundert den Stadterweiterungen zum Opfer. Der Arbeitskreis Gohliser Geschichte lädt gemeinsam mit dem Gohliser Schlösschen zu Fachvorträgen, Spaziergängen und einem Konzert. Im Mittelpunkt stehen die Gartenkultur im 18. Jahrhundert, Auswirkungen auf die spätere Stadt- und Grünflächenplanung sowie das Rosental zwischen wilder Naturlandschaft, barocker Gestaltung und Umwandlung zum Landschaftspark.
Partner: Universität Leipzig, Institut für Kunstgeschichte, Stadtgeschichtliches Museum. Näheres auf der Website des Gohliser Schlösschens
- Samstag 14:00 Uhr im Gohliser Schlösschen
- Sonntag Treffpunkt zum Spaziergang, 13:00 Uhr vor dem Naturkundemuseum
Eingang in Apels Garten, Radierung um 1790, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Donnerstag, 2. Juni 2022,
18 Uhr
Führung mit Dr. Annika Bach und Frau Dr. Doris Apell-Kölmel
Der älteste deutsche Kunstverlag – Seemann Henschel
Der E. A. Seeman Verlag ist der älteste deutsche Kunstverlag. Gemeinsam mit dem auf darstellende Kunst spezialisierten Henschelverlag gehört das Unternehmen zu den führenden Leipziger Verlagshäusern der Gegenwart. Die Verlagsleiterin Dr. Annika Bach stellt Geschichte und Gegenwart des Verlags vor und führt auch durch die Räume der Villa Karl-Tauchnitz-Straße, in der der Verlag seit 2001 seinen Sitz hat.
Führung durch den Verlag und die Villa Karl-Tauchnitz-Straße 6
Um Anmeldung wird gebeten. Es herscht Maskenpflicht.
Bild: Karl-Tauchnitz-Straße 6, Fotograf Freddo213, CC BY-SA 4.0
Mittwoch, 7. September 2022,
18 Uhr
Vortrag Dr. Manuel Bärwald (Bach-Archiv Leipzig)
Zum Zeitvertreib des Hofes und zum Lustre der Messe selbst
Leipzig und die italienische Opern um 1750
In der Mitte des 18. Jahrhunderts kam es zu einem tiefgreifenden Wandel im Leipziger Musikleben. Als Johann Sebastian Bach sich zunehmend von den öffentlichen Konzertbühnen zurückzog, begannen seine ehemaligen Schüler einen Repertoirewandel einzuleiten, der maßgeblich von den modernsten europäischen Musikstilen beeinflusst wurde. Ihren Ausgang nahm diese Entwicklung mit dem Eintreffen einer italienischen Operntruppe zur Ostermesse 1744. Bis zum Ausbruch des Siebenjährigen Krieges folgten ihr weitere venezianische Sängerensembles, die den Leipzigern und den Messegästen zum ersten Mal Originalkompositionen von Johann Adolf Hasse, Christoph Willibald Gluck und Baldassare Galuppi präsentierten.
Bach-Achiv Leipzig, Sommersaal
Bild: Reithaus Leipzig Theaterplatz, (Postkarte), als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Sonntag, 11. September 2022,
15 Uhr
Ausstellungseröffnung des Arbeitskreises Gohliser Geschichte
Historische Handschwengelpumpen in Leipzig
Wie nur wenige Städte in Deutschland ließ Leipzig die gusseisernen Gehäuse öffentlicher Wasserpumpen künstlerisch gestalten. Alle fünf Grundtypen, entworfen ab Mitte des 19. Jahrhunderts, finden sich noch heute in der Innenstadt und verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Von über 230 Pumpen blieben reichlich 50 erhalten. Obwohl ein Markenzeichen der Stadt und denkmalgeschützt, sind viele vom Verfall bedroht. Die Hälfte der 30 restaurierten Pumpen spendet Wasser. Zivilgesellschaftliche Initiativen wollen weitere reaktivieren, um mit ihrer Hilfe Stadtbäume gießen zu können. Die Ausstellung des Arbeitskreises Gohliser Geschichte zeigt Entwicklung, Gestaltung, Standorte und Perspektiven der Leipziger Handschwengelpumpen. Bis 30. September im Stadtbüro, geht sie anschließend auf Wanderschaft.
Stadtbüro im Stadthaus, Eingang Markgrafenstraße
ab 15:30 Uhr Pumpenrundgang in der Innenstadt
Bild: Leipzigs historische Handschwengelpumpen, Grafik: Marcus Korzer
Mittwoch, 5. Oktober 2022,
17 Uhr
Mitgliederversammlung und Vortrag von Dr. Mark Lehmstedt
Antisemitismus als Verlagsprogramm
Der Hammer-Verlag in Leipzig 1880-1933
Die reiche Leipziger Verlagsgeschichte kennt nicht nur Glanzlichter, an die man sich voller Stolz erinnert. Der 1880 von Theodor Fritsch gegründete Hammer-Verlag in Leipzig war über Jahrzehnte hinweg das publizistische Zentrum des Antisemitismus in Deutschland, seine Zeitschriften, Flugblätter und Bücher trugen das Gift des Judenhasses in Hunderttausende Familien und bereiteten Unterdrückung, Ausgrenzung und schließlich Vernichtung der Juden in ganz Europa vor. Hitler, der seine geistigen Grundlagen normalerweise verschwieg, bezog sich mehrfach ausdrücklich auf die Bücher des Leipziger Verlags. Im Rahmen der Vorträge des Leipziger Geschichtsvereins stellt Dr. Mark Lehmstedt den Hammer-Verlag und seinen Leiter Theodor Fritsch vor.
Stadtarchiv Leipzig, Gustav-Wustmann-Saal
Theodor Fritsch Gründer des Hammer-Verlags
Freitag, 11. November und Sonnabend, 12. November 2022
Tag der Stadtgeschichte 2022
StadtRaum Leipzig
Freitag:
- 9:30 – 10:45 Begrüßung/ Auftaktvortrag
- 10:45 – 12:15 Sektion 1 „Stadt braucht Raum“; Leitfrage: Wie strukturiert sich Stadtraum, wie kommt es zur Abgrenzung und Eingliederung in selbigen?
- 13:00 – 14:30 Sektion 2 Leitfrage: Wie regiere, verwalte ich Stadtraum und wie navigiere/orientiere ich mich darin?
- 15:00 – 16:30 Sektion 3 „Die Stadt als ewige Baustelle“ Leitfrage: Wie verändert sich Stadtraum durch Modernisierung, -umbau …?
Samstag:
- 9:30 – 10:15 Begrüßung
- 10:15 – 11:30 Podiumsdiskussion Gentrifizierung gestern und heute
- 11:30 – 12:30 Rundgang durch Dauerausstellungen Schwerpunkt Stadtraum als Erinnerungsort
Stadtarchiv Leipzig oder online Programm als PDF zum Download
Leipzig 1617, „Lipsiae Insignis Saxoniae urbis et celeberrimi Emporij vera Effigies. Anno M.DC.XVII.“, kolorierter Kupferstich
Mittwoch, 7. Dezember 2022,
18 Uhr
PD Dr. Ingrid Würth (Universität Leipzig)
Die Synode von Engelsdorf. Zur Geschichte der Waldenser in Leipzig und im Umland
Im Jahr 1453 fand im unscheinbaren Engelsdorf bei Leipzig eine von dem schwäbischen Wanderprediger Friedrich Reiser initiierte Zusammenkunft von Hussiten und Waldensern statt, die im 15. Jahrhundert das Armutsideal der Kirche propagierten und gegen Ablass und Pfründenkumulation der Geistlichkeit das Wort ergriffen. Ausgehend von diesem Schlaglicht referiert Ingrid Würth darüber, wie stark diese häretischen Bewegungen in Leipzig und Mitteldeutschland verbreitet waren und wie sie von seiten der Amtskirche und weltlichen Herrschaft bekämpft wurden.
Stadtbibliothek Leipzig, Huldreich-Groß-Saal
Freitag, 09. Dezember 2022 bis
Samstag, 28. Januar 2023
Ausstellung des Arbeitskreises Gohliser Geschichte
Historische Handschwengelpumpen in Leipzig
Wie nur wenige Städte in Deutschland ließ Leipzig etwa ab 1860 die gusseisernen Gehäuse öffentlicher Wasserpumpen künstlerisch gestalten. Alle fünf Grundtypen finden sich noch heute in der Innenstadt und verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Von den über 230 Pumpen blieben reichlich 50 erhalten. Obwohl denkmalgeschützt, sind viele vom Verfall bedroht. 30 wurden restauriert, nicht alle spenden Wasser. Zivilgesellschaftliche Initiativen wollen weitere reaktivieren, um mit ihrer Hilfe Stadtbäume gießen zu können. Die Ausstellung des Arbeitskreises Gohliser Geschichte zeigt Entwicklung, Gestaltung, Standorte und Perspektiven der Leipziger Handschwengelpumpen.
Öffnungszeiten: täglich 16-19 Uhr, Sa + So auch 10-12 Uhr
Infozentrum Georg-Schumann-Straße 126
Bild: Leipzigs historische Handschwengelpumpen, Grafik: Marcus Korzer
Veranstaltungsarchiv 1988 - 2018
Das Veranstaltungsarchiv dieser Jahre wird noch ergänzt und steht bald zur Verfügung.
Veranstaltungsarchiv 1958 - 1987
Das Veranstaltungsarchiv dieser Jahre wird noch ergänzt und steht bald zur Verfügung.
Veranstaltungsarchiv 1928 - 1957
Das Veranstaltungsarchiv dieser Jahre wird noch ergänzt und steht bald zur Verfügung.
Veranstaltungsarchiv 1898 - 1927
Das Veranstaltungsarchiv dieser Jahre wird noch ergänzt und steht bald zur Verfügung.
Veranstaltungsarchiv 1868 - 1897
Das Veranstaltungsarchiv dieser Jahre wird noch ergänzt und steht bald zur Verfügung.