Geschichte

Der Verein für die Geschichte Leipzigs wurde am 17. Dezember 1867 in der Gaststätte „Stadt Frankfurt“ in der Großen Fleischergasse gegründet. Den höchsten Mitgliederstand erreichte der Verein im Jahr 1925 mit 806 Mitgliedern. Von Anbeginn baute der Verein eigene Sammlungen auf, die von 1873 bis 1911 im alten Johannishospital untergebracht waren. Nach der Sanierung des Alten Rathauses und seiner Umwandlung zum Museum fanden die Vereinssammlungen dort eine neue Unterkunft und bildeten den Grundstock der Sammlungen des Stadtgeschichtlichen Museums der Stadt Leipzig. Seit dieser Zeit dürfen die Vereinsmitglieder das Museums entgeltfrei besuchen. Die zahlreichen Publikationen, die von der Vereinsgründung bis 1933 erschienen, legen noch heute Zeugnis von der regen Vereinsarbeit in dieser Zeit ab. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde der Verein "gleichgeschaltet", mehr und mehr unter Aufsicht des Kulturamtes der Stadt gestellt und jüdische Mitglieder aus dem Verein gedrängt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war eine Weiterarbeit ehemaliger Vereine (ab 1948) nicht mehr möglich. Das Interesse an Stadtgeschichte bestand jedoch ungebrochen fort. Verschiedene Bemühungen führten schließlich am 6. Dezember 1947 zur Gründung eines „Arbeitskreises für Stadt- und Kulturgeschichte“, der seit 1955 als „Fachgruppe Stadtgeschichte“ des Kulturbundes der DDR Vorträge und Exkursionen organisierte und Publikationen zu stadtgeschichtlichen Themen veröffentlichte.

Die Friedliche Revolution von 1989 und der Beitritt der DDR zur BRD 1990 waren dann die Voraussetzungen für die Neugründung als „Leipziger Geschichtsverein“ am 17. Dezember 1990.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite 150 Jahre Leipziger Geschichtsverein, die Herr Mühlan zusammen mit Frau Oelschlaeger erarbeitet hat.

 
 Publikationen zur Vereinsgeschichte: